«I HAVE A DREAM» – urbane Kunst die zum Träumen beflügelt
Fünf Dutzend Buchrücken, jeder so gross oder grösser als ein Mensch, erstrecken sich über eine Aussenwand des Lachenschulhaus in Chur. Aus einem leuchtenden, aufgeschlagenen Buch erheben sich strahlend helle Buchstaben und ein riesiger, in die Höhe aufsteigender Vogel. Zwischen seinen Flügeln sitzt ein Kind. Die Szene wirkt märchenhaft, wie aus einer Geschichte, wie aus einem Traum.
«I have a dream»: So formulierte Martin Luther King bereits 1963 seine Hoffnung auf eine bessere Zukunft, Gleichstellung und Freiheit. Auch der über fünfzehn Jahre später erschienene Song der schwedischen Popband ABBA, mit demselben Titel und der immer wiederkehrenden Formulierung, vermittelt Hoffnung, das Streben nach einer guten Zukunft und die Kraft der eigenen Träume. In dem Song gab die Band Kindern eines Schulchors, der das Lied begleitet, eine Stimme.
Auch das Kunstwerk von dem 1982 in Chur geborenen Künstler Fabian Florin «BANE» steht in Bezug zur Kindheit. BANE ist in der unmittelbaren Umgebung des Lachenschulhaus aufgewachsen und konnte mit der im Jahr 2015 entstandenen Arbeit den Kindern in seiner Heimatstadt ein wandfüllendes, buntes und fantasievolles Gemälde zurückgeben, das dazu anregt gross zu träumen und das die Hoffnung auf eine Welt voll Chancen ausstrahlt, in der sie ihr volles Potenzial ausschöpfen und ihre eigenen Träume leben können.
Betrachten Sie die Buchtitel genauer, sie vermitteln was der Künstler mit Kindheit, Heimat und der Stadt Chur verbindet.