Bündner Höhenflüge – Luftbilder von Graubünden
Der Flughafen Samedan? Klar, den kennt man. Flugzeuge starteten und landeten aber auch ganz anderswo in Graubünden. Auf gefrorenen Seen, auf grünen Wiesen – und manchmal landete ein Flugzeug auch in einer Scheune. Der berühmte Flugpionier Walter Mittelholzer etwa legte 1928 in Davos eine entsprechende Bruchlandung hin. Das brachte ihm in einer Satirezeitschrift den Übernamen «Mittendurchsholzer» ein.
Trotzdem: Walter Mittelholzer wird auch in Davos als Flugpionier gefeiert – und er prägte das Bild der Schweiz von oben. 1919 gründet er mit seinem Fluglehrer Alfred Comte die erste Schweizer Fluggesellschaft, die als «Ad Astra Aero» bekannt wird. Passagiertransporte sind ein Standbein des Unternehmens, ein zweites sind Luftbildaufnahmen.
So wie bei Mittelholzer und seinen fliegenden Zeitgenossen hat man die Schweiz zuvor kaum gesehen. Berge, Dörfer, Flüsse – alles wird detailgetreu aus der Vogelperspektive sichtbar. Und noch heute sind Luftbilder wichtig – etwa für die Landesvermessung. Wer Graubünden von oben sehen will, muss aber nicht gleich ein Flugzeug besteigen. Das Staatsarchiv Graubünden hat diverse Luftbilder digitalisiert, einsehbar sind sie auch auf Porta Cultura.