Innovation im hintersten Winkel – die «Mazlaria» in Vrin

Vrin liege im «hintersten Winkel Graubündens», schrieb 2005 das deutsche Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Von Vrin geht es aber durchaus noch weiter – historisch wichtig waren ja auch der Handel und Austausch mit dem oberen Tessin, zumal die Strasse nach Ilanz hinunter erst 1887 entstand.

Auch im übertragenen Sinne soll es mit Vrin weitergehen. Die Dorfstrukturen sollen behutsam entwickelt werden, mehr Menschen im Ort ein Auskommen finden. Diese Bestrebungen wurden bereits 1998 mit dem Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes belohnt. Und belohnt wird heute, wer etwa die «stizun» am Dorfplatz aufsucht. Im kleinen Verkaufsladen gibt es Andutgel, Coppa und viele Wurst- und Fleischprodukte mehr.

Das Besondere: Das Fleisch stammt von Tieren aus der Region, verarbeitet wird es direkt in der «Mazlaria» von Vrin. Der Schlachthof vor Ort, entworfen vom Vriner Architekten Gion A. Caminada, verhindert lange Tiertransporte und teuren Zwischenhandel, zudem ermöglicht er den Direktverkauf.

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