Wie Schnee zur Kunst wird – Not Vitals «snowballs»

Muss Kunst so aussehen wie ein klassizistisches Ölgemälde der gebürtigen Churerin Angelika Kauffmann? Braucht es historische Szenen, schön und fein gemalt mit Öl auf Leinwand? Oder kann auch mal eine Glaskugel Kunst sein? Kann sie – zumindest im Falle von Not Vitals «snowballs».

700 Glaskugeln fertigte der 1948 im Engadin geborene Künstler an – und zwar in Zusammenarbeit mit den berühmten Glasbläsern von Murano, einer Insel vor Venedig. Was die Technik betrifft, sind die «snowballs», die mitunter in der Sammlung des Bündner Kunstmuseums Chur vertreten sind, also durchaus Kunst. Und Not Vital erkannte schon als Kind, dass Kunst mehr sein kann als ein Ölgemälde. Max Huggler, damaliger Direktor der Kunsthalle Bern, zeigte dem 12-jährigen Not Vital Kunstwerke in seinem Haus im Unterengadin. Darunter auch ein Werk von Kurt Schwitters, eine Komposition aus ganz alltäglichen Gegenständen. Der junge Not Vital war beeindruckt.

Und so beschäftigt sich auch Not Vital heute mit dem Alltäglichen und Vergänglichen; und versucht, eine wichtige Bündner Ressource in Zeiten des Klimawandels in künstlerischer Form zu erhalten.

In der Sammlung des Bündner Kunstmuseums können natürlich Werke von beiden, von Angelika Kauffmann (1741-1807) und Not Vital, sowie von vielen weiteren Künstlerinnen und Künstlern bestaunt werden.

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