Ein Zauberschloss in der Turnhalle – grosses Theater in Grüsch

Vom Schneidergesellen bis zum Friedensrichter, vom Schuster bis zum Bürgermeister: Alle haben sie ihren grossen Auftritt in Grüsch. Hier nämlich spielt die Theatergesellschaft Grüsch «Das Zauberschloss». Und weil es sich bei diesem Stück um ein «Märchenspiel mit Gesang in drei Akten und sechs Bildern handelt», sind etliche weitere Personen und Figuren zugegen: Elfen und Zwerge, ein Berggeist und eine Nixe, gar Frösche und Vampire.

Gross wird das Märchenspiel im Frühling 1935 angekündigt, selbst die Zugverbindungen von Davos und Chur werden angegeben. Und aus heutiger Sicht ist der Märchenspielgenuss in der Turnhalle von Grüsch ein billiges Vergnügen: Zwei Franken kosten die teuersten Plätze.

Das Stück, geschrieben von Theobald Masarey, war offenbar ein Erfolg. Gespielt wurde es bereits 1931, mehrmals aufgeführt wird es zudem 1952, wie aus originalen Dokumenten im Kulturhaus Rosengarten Grüsch hervorgeht. Das Stück wurde auch andernorts gern gespielt, in Grüsch gab es aber mindestens im Februar 1952 zusätzliche Attraktionen: «Tanz-Freinacht» in der «Krone» und «Polizeistundeverlängerung» in allen Gasthäusern von Grüsch.

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