Objekte / Dokumente
Lugmilchschwinger
Titel / Bezeichnung
Lugmilchschwinger
Alternativer Titel
Frusä (Prättigauer Dialekt)
Datum
Vor 1960er Jahren
Institution
Privatsammlungen
Beschreibung
Aus einem Holzstück gefertigte Schwinge, die auf der Alp oder im Maisensäss zum Rahm schlagen gebraucht wurde. Dabei wurde die Lugmilch, die festere Milch, die oben aufschwimmt, abgeschöpft und mit dem Schwingbesen zu Rahm geschlagen. Die Schwinge stammt aus dem Safiental und wurde aus dem einheimischen Tannenholz gefertigt. Gemäss Jörg Bissegger, dem Besitzer, wird zur Herstellung eines Lugmilchschwingers eine junge Fichte verwendet, dessen Spitze abgeschlagen, die Äste auf drei bis vier Zentimeter gekürzt und das Holz geschält wird. Der Begriff Lugmilch kommt vom Audruck der flumigen, lockeren Milch bzw. dem Rahm. Frau Bissegger-Stucker (ursprünglich aus Pany) hat einen ähnlichen Schwinger auch im Prättigau auf dem Maiensäss benutzt, wobei er im Prättigauer Dialekt Frusä heisst. Zu Feierlichkeiten wurde Lugmilch mit Zucker und Zimt gegessen.
Technik
Handgefertigt
Material
Holz
Schlagworte
Trachsler-Klassifikation
Medientyp
Kategorie
Eigentümer/-in
Jörg Bissegger
Signatur / Identifikationsnummer
J-2024.K07
Nachweis / Literatur
Höneisen, Maya: Bisseggers wissen, wozu einst ein Lugmilchschwinger diente. In: Südostschweiz, 10.04.2025, S. 9.