Bauwerke
Schloss Bothmar, Malans
Titel / Bezeichnung
Schloss Bothmar, Malans
Alternativer Titel
Castello di Bothmar; Bothmar Castle
Datum
1500 bis 1575
Epoche
Mittelalter (700-1500 n. Chr.) , Neuzeit (1500 n. Chr.-heute)
Institution
Beschreibung
Das Schloss Bothmar liegt oberhalb des Dorfes in einer bedeutenden barocken Gartenanlage. Der in mehreren Phasen entstandene, verwinkelte Baukomplex mit einer reizvollen Silhouette beheimatet prachtvolle Täferstuben und Stuckzimmer aus verschiedenen Epochen.
Seit 1760 ist das Schloss im Familienbesitz der Salis-Seewis. Der spätmittelalterlicher Kernbau wurde 1500-1575 von der Familie Beeli zu einem Bürgerhaus umgebaut und herrschaftlich ausgestattet. Im 18. Jahrhundert kam es in den Besitz der Familie von Salis-Maienfeld, in diese Zeit fällt auch der Bau des Südflügels zwischen 1716 und 1739 sowie der Anbau des West- und Osttraktes zwischen 1751 und 1770. Im 19. Jahrhundert fand eine Erneuerung der Ökonomiebauten hinter dem Herrensitz und eine zeitgemässe Umgestaltung des Schlossparks mit Barockgarten statt. Eine Aussenrestaurierung folgte 2000-01. Der offene Portalbogen mit Inschrift und den Wappen Salis, Ruchenberg und Klingenberg wurde 1762 durch Gubert Abraham von Salis erbaut und 1996 restauriert.
Im grossen Saal im zweiten Stock des Südflügels befindet sich ein stuckiertes und bemaltes Muldengewölbe um 1740, gleichzeitig entstand der Kamin aus rotem Marmor mit stuckiertem Rauchfang. Auch das Boudoir mit Wachstuchtapete wurde um 1740 eingerichtet. In anderen Räumen finden sich Täfer von 1580 und 1700 sowie Stuckdecken von 1740/50. Erhalten haben sich zudem ausgezeichnete Öfen mit Barock- und Rokokodekor, unter anderem von David Pfau (datiert 1690) und Ferdinand Bolser (1760). Unter den zahlreichen Gemälden im Schloss finden sich zwei gute Bildnisse von Johann Gaudenz von Salis-Seewis und Katharina von Salis-Seewis von Pietro Uberti von 1762.
Schlagworte
Medientyp
Adresse
Rüfigass
Parzellennummer
478
Gebäudeversicherungsnummer
102
Nachweis / Literatur
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): Kunstführer durch Graubünden, Bern 2008, S. 52.