Bauwerke
Kapelle St. Jakob, Brigels/Breil
Titel / Bezeichnung
Kapelle St. Jakob, Brigels/Breil
Alternativer Titel
Sogn Giacun
Datum
1514
Epoche
Neuzeit (1500 n. Chr.-heute)
Institution
Beschreibung
Die Kapelle St. Jakob befindet sich am Westausgang des Dorfes. Sie wurde 1514 erbaut und 1697 verlängert, dabei wurde das spätgotisch gefaste Portal versetzt. 1983-85 wurde die Kapelle restauriert. Es handelt sich um einen dreiseitig geschlossenen Saal mit Dachreiter und einem spätgotischen Masswerkfenster in der südlichen Schrägwand des Chors. Die übrigen Fenster entstanden erst später. Die lombardischen Wandmalereien um 1514 gehören in die Werkstatttradition von Christoforo und Nicolao da Seregno. Innen ist an der Nordwand eine Kreuzigung zu sehen, aussen an der Südwand ein Ecce homo mit Leidenswerkzeugen sowie die Heiligen Jost, Jakobus der Ältere, Sebastian und Christophorus.
Im Chor hat sich spätgotische Quadermalerei erhalten, um die Fensteröffnungen sind zudem barocke Malereien zu sehen. Die Kapelle hat eine schöne spätgotische Leistendecke mit flachgeschnitzten Querfriesen. Über dem Altar ist eine Masswerkrosette zu sehen, sowie das Wappen von Disentis, die Jahrzahl 1514 und der Meistername Hans Zinsler. In der westlichen Verlängerung von 1697 wurden die Schnitzereien durch Malerei imitiert. Der Altar stammt aus dem 17. Jahrhundert, das Gemälde mit dem heiligen Jakobus von Johann Christoph Guserer von 1681, die Tafelbilder aus dem 17. Jahrhundert.
Schlagworte
Parzellennummer
570
Gebäudeversicherungsnummer
150
Nachweis / Literatur
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): Kunstführer durch Graubünden, Bern 2008, S. 219.