Bauwerke
Rathaus, Chur
Titel / Bezeichnung
Rathaus, Chur
Datum
ca. 1560
Epoche
Mittelalter (700-1500 n. Chr.) , Neuzeit (1500 n. Chr.-heute)
Institution
Beschreibung
Das Rathaus ist aus drei spätmittelalterlichen Baukörpern zusammengewachsen und besitzt ein markantes Dach auf dem Trapezgrundriss mit steigendem First und einem Dachreiter um 1560. Im Jahr 1971 fand eine Aussenrenovation statt. Im Erdgeschoss des Mittelteils befindet sich eine offene Halle mit Kreuzgewölben auf vier runden steinernen Stützen um 1540, die 1967-68 restauriert wurde. Das hohe spitzbogige Fenster mit Fischblasenmasswerk um 1490 stammt von der ehemals hier eingebauten Heiliggeistkapelle. An der Ostfront befindet sich ein Portal mit Holztür, im Bogenfeld sind stilisierte Basilisken und das Stadtwappen, datiert 1525, zu sehen.
Der heutiger Haupteingang entstand 1936-37, im Vorraum ist ein Wandbild von Giacomo Zanolari von 1943 zu sehen. Im Obergeschoss befindet sich eine grosse Halle, ehemals mit offenem Dachstuhl. Im Ratssaal hat sich eine Balkendecke, datiert 1494, mit geschnitzten schlusssteinartigen Medaillons erhalten. In den Fensternischen finden sich geschraubte Stützen, der Turmofen von Daniel Meyer stammt von 1734, die Türgewände von 1546. Das Wandtäfer wurde anlässlich der Restaurierung 1943 eingebaut. In der Bürgerratsstube befindet sich eine Fensternische mit Kandelabersäulen von Paul Gering, die auf das Jahr 1590 datiert ist. Darüber hinaus hat sich ein ausgezeichnetes Renaissancetäfer mit Bildintarsien erhalten, das am Zinnbecken auf das Jahr 1583 datiert ist und 1892 aus dem Haus Menhardt hierher versetzt wurde. Der Prachtofen stammt von Hans Heinrich I Pfau von 1632. Die Gewölbestuckaturen im Zivilstandsamt entstanden um1730.
Schlagworte
Trachsler-Klassifikation
Adresse
Rathausgasse
Parzellennummer
3011
Gebäudeversicherungsnummer
1-70
Nachweis / Literatur
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): Kunstführer durch Graubünden, Bern 2008, S. 24/25.