Bauwerke
Landwasser-Viadukt, Filisur
Titel / Bezeichnung
Landwasser-Viadukt, Filisur
Datum
1901 bis 1902
Epoche
Neuzeit (1500 n. Chr.-heute)
Institution
Beschreibung
Das Landwasserviadukt der RhB wurde 1901-02 von der Firma Müller & Zeerleder erbaut, der leitende Igenieur war Alexander Acatos. Die aus Kalkstein gemauerte, in einer Kurve geführte Bogenbrücke hat einen Kurvenradius von 100m und bewältigt dabei eine 20‰ Steigung. Sie ist 65m hoch und 142m lang. Aus Kostengründen und wegen der ständigen Hochwassergefahr durch die wilde Landwasser wurden die Brückenpfeiler ohne Gerüst konstruiert, eine für die damalige Zeit ungewöhnliche Herangehensweise. Stattdessen diente eine Eisenkonstruktion im Innern der Pfeiler als Gerüst und für die Montage von elektrisch betriebenen Materialaufzüge, diese Konstruktionen wurden fortlaufend mit eingemauert. Erst für die sechs Bögen mit je einem Durchmesser von 20m wurde ein Lehrgerüst erstellt, wobei das Gerüst der Schmittentobelbrücke mit einigen Anpassungen wiederverwendet werden konnte.
Zusammen mit der Schmittentobelbrücke, die von derselben Bauunternehmung und demselben Ingenieur erbaut wurde, bildet der Landwasserviadukt ein einzigartiges Brückenensemble und gehört zu den Aushängeschildern der RhB. Ein ebener Fussweg führt von der Kantonsstrasse zu den Pfeilern, über einen steilen Aufstieg gelangt man zudem zu einer Aussichtsplattform.
Masse
65m hoch, 142m lang
Schlagworte
Adresse
Dorfstrasse
Parzellennummer
579
Nachweis / Literatur
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): Kunstführer durch Graubünden, Bern 2008, S. 144.