Bauwerke
Kapelle St. Sebastian, Silgin
Titel / Bezeichnung
Kapelle St. Sebastian, Silgin
Alternativer Titel
Caplutta Sogn Bistgaun
Datum
16. Jh.
Institution
Beschreibung
Die Kapelle wurde vielleicht im 16. Jahrhundert erbaut und 1643 umgestaltet. Der ungegliederter Barockbau mit annähernd quadratischem Schiff und flach geschlossenem Chor hat einen Dachreiter mit Zwiebelhelm. Die Fassadenmalerei aus der Mitte des 18. Jahrhundert zeigt einen Ecce homo, die Immakulata und Heilige. Das Schiff hat eine hölzerne Flachdecke von Anfang des 18. Jahrhunderts und gemalte Medaillons mit Heiligen, der Chor hat ein Kreuzgratgewölbe. Erhalten haben sich einige nachgotische Holzmasswerkfenster, diejenigen im Schiff sind jedoch rekonstruiert. Die Wand- und Gewölbemalereien datieren um 1643, sie zeigen an der Chorbogenwand die Rosenkranzgeheimnisse in Medaillons sowie die Heiligen Katharina und Dominikus, in der Chorbogenleibung Maria und Joseph, an den Chorwänden die Heiligen Antonius von Padua, Paulus, Ursula und Franziskus und im Gewölbe die Evangelisten. Der graziöse Rokoko-Altar stammt von 1785, die Gemälde von 1643. An der Westwand hängt ein Kruzifix in archaischen Formen aus dem 17. oder 18. Jahrhundert, wohl nach einem spätgotischen Vorbild. Das Chorbogenkruzifix ist aus dem 18. Jahrhundert, die Kastenorgel um 1840 wurde wohl von Gion F. Coray geschaffen und 2001/02 restauriert. Die Kapelle wurde 1928 und 1961 renoviert und 1998-2000 restauriert.
Adresse
Silgin
Parzellennummer
5891
Gebäudeversicherungsnummer
7-199
Nachweis / Literatur
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): Kunstführer durch Graubünden, Bern 2008, S. 195.