Bauwerke
Haus Studach, Malans
Titel / Bezeichnung
Haus Studach, Malans
Alternativer Titel
Schmid Haus
Datum
1684
Institution
Beschreibung
Das Haus Studach/Schmid gehört zusammen mit den Häusern der Planta und Salis zum architekturgeschichtlich und künstlerisch bedeutendsten Bestand des Dorfes. Relevant sind hier zum einen die grossen Dimensionen des Hauses, zum anderen der sehr gute Erhaltungszustand des Innern, zum Beispiel des Stucks oder Täfers.
Der östliche Kernbau des Hauses wurde nach dem Brand 1684 von der Familie Salis neu gebaut. Ein Vorgängerbau soll, gemäss mündlicher Überlieferung, durch Rudolf Andreas von Salis erbaut worden sein, es ist jedoch nicht belegt, dass hier vor 1684 bereits ein Gebäude stand. Der Westtrakt wurde 1750 vom holländischen General Schmid errichtet und die Räume mit wertvollen Täfer- und Stuckstuben ausgestattet. Er nutzte das stattliche Gebäude vor allem, um Soldaten für holländische Dienste anzuwerben. Um 1900 wurden verschiedene Magazine für einen Kolonialwarenladen eingebaut. Während der Restaurierung durch Peter Zumthor 1975-92 wurden die im 19. Jahrhundert dazugekommenen Elemente und die Magazine zurück gebaut. Die langgestreckte Baumasse, die mit einem Walmdach gedeckt ist, ist für Graubünden ungewöhnlich, ebenso die Einteilung in zwei übereinander angeordneten Wohnungen, die sich wohl aus der Baugeschichte erklärt. Die beiden Bauphasen, Kernbau und Westtrakt, sind an der geknickten Südfassade ablesbar, die Nordfassade ist dagegen gerade.
Schlagworte
Parzellennummer
256
Gebäudeversicherungsnummer
60
Nachweis / Literatur
Poeschel Erwin: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Bd. II, Basel 1937, S. 53/54.
Denkmalpflege Graubünden – Gebäudeinventar, Haus Studach/General Friedrich Schmid Haus, 2021.
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): Kunstführer durch Graubünden, Bern 2008, S. 51