Bauwerke
Chesa Planta, Samedan
Titel / Bezeichnung
Chesa Planta, Samedan
Datum
1595
Epoche
Neuzeit (1500 n. Chr.-heute)
Institution
Beschreibung
Die Chesa Planta liegt am Plazzet. Ursprünglich wurde sie als Stammsitz der Familie von Salis-Samedan erbaut. Der Nordflügel wurde um 1595 ausgebaut, der Südtrakt nach 1760. Nach einer Beschädigung durch einen Bombenabwurf 1944-45 wurde eine barockisierende Neugestaltung der Hauptfront durchgeführt. Jetzt ist das Haus der Sitz der Planta-Stiftung mit dem Wohnmuseum und einer rätoromanischen Bibliothek, hervorgegangen aus den Privatbibliotheken der Familien Salis und Planta, sowie dem Kulturarchiv Oberengadin. Die Chesa ist ein breites Doppelhaus unter einem Krüppelwalmdach mit einer regelmässig gegliederten Platzfassade mit zwei Portalen und zwei Balkonen mit Rokokogittern und einem gartenseitigen Mittelgiebel. An der Ostfront ist ein Salis-Wappen von Ende des 16. Jahrhunderts zu sehen.
Im Inneren befinden sich zwei parallel verlaufende Korridore. Im Erdgeschoss hat sich ein Täfer mit blaugetönten Landschaftsmalereien von 1760 von Johannes Petraz aus Sondrio und in der Nordwestecke eine getäferte Prunkstube mit Schnitzereien von 1723 aus Sent erhalten. Ein buntbemalter Turmofen um 1678 wurde vielleicht von Hans Heinrich Graf geschaffen und stammte aus dem ehemaligen Frauenkloster Tänikon, welches 1850 in den Besitz der Landammännin Nina von Planta übergegangen war. Zwei weitere Steckborner Rokoko-Öfen stammen möglicherweise ebenfalls aus Tänikon.
Der Gartenpavillon wurde um 1855 für Nationalrat Andrea Rudolf von Planta erbaut. Er ging aus einem Wettbewerb unter Schweizer Architekten hervor und gilt als bedeutendes Beispiel für diesen Bautypus.
Schlagworte
Medientyp
Art
Parzellennummer
1325
Gebäudeversicherungsnummer
55
Nachweis / Literatur
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): Kunstführer durch Graubünden, Bern 2008, S. 254.
Externe Links
Chesa Planta Samedan. (2023) https://www.chesaplanta.ch/home, Stand 19.09.2023.