Bauwerke
Chasa Schigliana, Sent
Titel / Bezeichnung
Chasa Schigliana, Sent
Datum
2000
Epoche
Neuzeit (1500 n. Chr.-heute)
Institution
Beschreibung
Die Chasa Schigliana in Sent hat in ihren 300 Jahren mehrere, tief greifende Um- und Weiterbauten erlebt. Wie alle alten Häuser. Sie ist ein grosser Wohnstall. Wer ihre Rückseite betrachtet, sieht eine kleine Loggia ausgespart – ein Zeichen des letzten Umbaus. Christof Rösch und Rolf Furrer haben das Haus wie keiner ihrer Vorfahren verändert. Aus dem Landwirtschafts- wurde ein Wohn-, Kultur- und Arbeitshaus. Auf die Frage, was mit dem Baugedächtnis geschieht, antworten sie mit einem plastischen Einbau. Anders als die Meister subtilen Weiterbauens haben sie in Sent Alt und Neu räumlich vielfach und kraftvoll verschränkt. Auch sie huldigen dem denkmalpflegerischen Prinzip, wonach das Neue demontierbar ins Alte gestellt wird. Sie bauen es aber nicht als Kiste, sondern als Körper, der auf Stützen im Untergeschoss des einstigen Stalls steht. Und wirkt Holz anderswo heimelig, ist es hier Konstruktionsmaterial; die Räume hat Christof Rösch – Bildhauer von Beruf – mit feiner Gipserarbeit auskleiden lassen. Der alte Wohnteil ist mehrfach mit dem Neubau verschränkt. So entsteht Wohnraum, der mit in den Wänden versteckten Türen zu grossen oder kleinen Einheiten verbunden wird. Das Hausinnere ist unbeschreibbar und nicht fotografierbar, nur die Planzeichnungen helfen.
Schlagworte
Art
Adresse
Schigliana 183
Nachweis / Literatur
Bauen in Graubünden. Verlag Hochparterre und Bündner Heimatschutz. Zürich, 2006.