Bauwerke
Wallfahrtskapelle Mariä Schmerzen, Vals Camp
Titel / Bezeichnung
Wallfahrtskapelle Mariä Schmerzen, Vals Camp
Datum
1692
Institution
Beschreibung
Die Kapelle ist ein schlanker, nach Süden gerichteter Barockbau von 1692 mit einem quadratischen Chor und einer westlich anschliessenden Kapelle. Letztere wird von einem Turm mit Achteckaufsatz und Zwiebelhaube überhöht. Die Kirche wurde innen 1965 und 1996, aussen 1975-76 restauriert. Das Schiff trägt einen Tonnengewölbe, der Chor und die Kapelle ein Kreuzgewölbe. In den Gewölbeschilden der Kapelle sind vierpassförmige Fenster integriert. Im Innern befinden sich Stuckaltäre um 1692 mit gedrehten Säulen und geöffneten Volutengiebeln, im Choraltar ist eine Kopie des Gnadenbildes von Pötsch in Ungarn (Original im Stephansdom in Wien) zu finden. In der Kapelle befindet sich ein Altargemälde von 1750. Die Votivtafeln aus dem 18. Jahrhundert sind unter anderem vom Trunser Maler Jakob Soliva 1738 und vom Briger Bildschnitzer Antoni Sigristen 1739 geschaffen worden. Die Rosenkranzmedaillons stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die reizvolle Empore hat einen vorspringenden Mittelteil und trägt drei Wallfahrtsbilder von 1710, 1716 und 1717. Die Brüstungsorgel ist vermutlich aus dem 17. Jahrhundert und wurde 1976 restauriert.
Schlagworte
Trachsler-Klassifikation
Adresse
Camp
Parzellennummer
20
Gebäudeversicherungsnummer
8
Nachweis / Literatur
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): Kunstführer durch Graubünden, Bern 2008, S. 200.