Bauwerke
Chasa Tschalär, Sent
Beschreibung
Die Chasa Tschalär gehört zu den architektonisch und baukünstlerisch wichtigsten Gebäuden in Sent. Vermutlich handelt es sich dabei um die ehemalige bischöfliche Meierei. Der Meier als Amtsträger des Bischofs beaufsichtigte die abhängigen Bauernhöfe und bewirtschaftete den Fronhof Nuns, von der Stube des Hauses hat man einen wunderbaren Überblick auf die Talstrasse und damit eine Kontrolle über alles, was ins Dorf kam oder dieses verliess. Der gemalte Steinbock, das Zeichen des Gotteshausbundes, kann als Kontrast zum seit 1363 habsburgerischen Tirol verstanden werden. Die spätgotischen Rankenrahmen am unteren Teil der Fassade entstanden um 1550. Die barocke Eckbemalung folgte erst später und wurde 1974 restauriert. In der Stube hat sich ein reich verziertes Buffet erhalten, das mit seinen Geheimschubladen an einen Kassenschrank erinnert.
Schlagworte
Medientyp
Art
Parzellennummer
10247
Gebäudeversicherungsnummer
1-87
Nachweis / Literatur
https://www.sent-online.ch/cumuen/chasas/ch_tschalaer.html
Infotafel "Sent in 60 Minuten", Stand 2026.
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): Kunstführer durch Graubünden, Bern 2008, S. 289.