Form und Inhalt
20.2./3.3.
- Über das gestrige Verhalten Th. Massners will man die Gerichtsgemeinden und den Bürgermeister von Chur informieren. Man zweifelt, ob man künftig in Sicherheit am Kongress erscheinen könne (421)
- Thomas Massner will man ausrichten, dass man die Kaution annehme, sollte er diese gleich leisten (422)
- Bürgschaft von Oberst Anton Buol von Parpan für Th. Massner (422f.)
- Forts.: Antwort der Stadt Chur auf obige Anzeige (423ff.)
- Beratungen über A. Buols Bürgschaft für Massner (426f.)
- Befehl an die Obrigkeit von Chur, Thomas Massner gefangenzunehmen (427)
- Eingang eines Schreibens des kaiserlichen Gesandten (427ff.) über die Einhaltung der Erbeinung, den Massnerhandel sowie die Beleidigungen gegen F. Manning. Dieses Schreiben wird an die Gerichtsgemeinden kommuniziert (433f.)
- Eingang eines Schreibens von F. Manning, worin er auf die Rechtfertigung der Salis antwortet und an seinen Anschuldigungen festhält. Beiliegend ein Auszug eines an ihn adressierten Schreibens vom Staatssekretär aus England, worin dieser seiner Hoffnung Ausdruck verleiht, dass die alliierten Truppen weiterhin die Drei Bünde passieren dürfen (434f u. unten 456–461)
- Thomas Massner werden die an ihn gestellten Forderungen schriftlich angezeigt (435ff.):
1) Freilassung des Grosspriors
2) Kautionszahlung
3) Ausserdem fordert man von ihm eine Erklärung für das in seinem Auftrag gedruckte Schreiben an die Gemeinde Disentis
4) fordert man eine Stellungnahme zum Vorwurf, den Sohn von Abraham Vitafano von Mantua zusammen mit dem Grossprioren entführt und gegen Bezahlung freigelassen zu haben
- Oberst Anton Buol beschwert sich, dass seine Bürgschaft für Thomas Massner abgelehnt wurde (438f.) Man erklärt, dass man seine Bürgschaft keineswegs abgelehnt habe, sondern dieses Geschäft ausschreiben wolle (439f.)
- Abraham Vitafano soll Thomas Massner vor Gericht anklagen dürfen (440f.)
- Forts.: Antwort des Bischofs von Chur auf die von ihm geforderte Schneeräumung (441f.)
- Saläre (443)
- Protestschrift von Thomas Masser an die Gerichtsgemeinden und an den Kongress, worin er diesen beschimpft. Da diese Schrift ehrverletzend ist, gibt man sie zurück und will sie nicht ausschreiben lassen (443f.)
- Abordnung einer Deputation zum Abschied ("extrahierung deß abscheidts auß dem protocoll") (444)
- Scharfrichter Matthäus Fuchs bittet um eigenen Bestellbrief. Momentan habe er lediglich denjenigen seines Vaters (444f.)