Fundstellen
Scatta/Calvario
Titel / Bezeichnung
Scatta/Calvario
Datum
1520 bis 1826
Epoche
Neuzeit (1500 n. Chr.-heute)
Institution
Beschreibung
Die Wüstung Scatta liegt nördlich des Dorfes Rossa im Calancatal. Im Zuge von Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten untersuchte der Archäologische Dienst Graubünden 2014 den Siedlungsplatz. Beim westlichen Areal handelt es sich um die agrarische Nutzungszone, die eigentliche Siedlungszone befindet sich im Osten. Neben zwei Stallscheunen haben sich zwei Kapellen aus dem späten 17. und frühen 18. Jahrhundert erhalten. Die Gebäudereste, die von mindestens fünf zweizelligen Wohnbauten und sieben einzelligen Wirtschaftsbauten stammen, und die noch erhaltenen Ställe stehen dicht beieinander und weisen keine strenge Anordnung auf. Sowohl die Wohn- als auch die Wirtschaftsbauten bestehen aus einer Kombination von Stein- und Blockbau. Neben den Gebäuden konnten noch zwei Einfriedungen, ein Backofen und mindestens 20 Terrassierungsmauern für ehemalige Ackerbauflächen dokumentiert werden. Die dendrochronologischen Untersuchungen der beiden noch bestehenden Stallscheunen belegen, dass die Streusiedlung um 1520 bewohnt war. Wie Taufregister belegen war Scatta von 1679 bis 1684 noch von mindestens sechs Familien besiedelt. Zwischen 1826 und 1850 wurde die Siedlung sukzessive aufgegeben. Landwirtschaftlich wurde das Areal aber bis 1980 weiter genutzt bis es schliesslich völlig aufgegeben wurde.
Schlagworte
Weitere Identifikationsnummern
FS2581 (Imdas, interne Inventarnummer des Archäologischen Dienstes) , FS49341 (Imdas, interne Inventarnummer des Archäologischen Dienstes)
Höhe (Meter über Meer)
1151
Parzellennummer
377, 378, 379, 380, 381, 534, 535, 536, 537, 633