Fundstellen
Burg Steinsberg
Titel / Bezeichnung
Burg Steinsberg
Datum
1100 bis 1200
Epoche
Mittelalter (700-1500 n. Chr.)
Institution
Beschreibung
Die Burgruine Steinsberg befindet sich - gemeinsam mit der Ruine der Luziuskapelle - auf einem zweistufigen Hügelplateau am östlichen Ortsausgang von Ardez. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert erbaut und am 02. Februar 1209 von den Herren von Frickingen an das Bistum Chur verkauft. 1499 wurde sie im Schwabenkrieg von den Österreichern zerstört. Bis heute haben sich der Bergfried sowie Teile der Umfassungsmauern erhalten. Der Turm, bestehend aus vier Geschossen und einem Dachraum, wurde ursprünglich über einen Hocheingang ins zweite Obergeschoss betreten. Erst nachträglich wurde der ebenerdige Eingang hinzugefügt. Die heute sichtbaren, oberen Gebäudeteile stammen möglicherweise aus dem 14. Jahrhundert.
Im Zuge der 1985 durchgeführten Renovation der Burgruine inklusive Luziuskapelle führte der Archäologische Dienst Graubünden eine Grabung im Kapelleninneren durch. Dabei wurden mehrere Befundschichten identifiziert, von denen drei älter sind als die Kapelle selbst. In diesen befanden sich Gruben, Feuerstellen und Schlacken. Eine Datierung dieser Schichten liegt nicht vor. Eventuell können sie mit der prähistorischen Siedlung, in welcher ebenfalls zahlreiche Schlacken gefunden worden waren, in Zusammenhang gebracht werden.
Schlagworte
Trachsler-Klassifikation
Art
Weitere Identifikationsnummern
FS125 (Imdas, interne Inventarnummer des Archäologischen Dienstes)
Höhe (Meter über Meer)
1520
Parzellennummer
30286