Fundstellen
Gonda
Titel / Bezeichnung
Gonda
Datum
1000 bis 1630
Epoche
Mittelalter (700-1500 n. Chr.)
Institution
Beschreibung
Der abgegangene Weiler Gonda gehört zum Dorf Lavin, das im Gemeindegebiet von Zernez liegt. Gonda bestand seit dem 12. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert, vermutlich während der Bündner Wirren, verlassen. Heute sind ausser der Kapellenruine der Heiligen Baltramieu und Flurin noch die Überreste von neun der ursprünglich rund 30 Wohnhäuser sichtbar. Nordöstlich der Gebäude schliessen die ehemaligen Ackerterrassen an. Gemäss den Ausgrabungen von 1983 handelt es sich bei der Kapelle um einen einfachen, um 1200 errichteten Saalbau mit einer gewölbten, eingezogenen Rundapsis. Im 14. Jahrhundert erhielt der Chor eine Freskobemalung. Im Rahmen von Restaurierungsarbeiten durch die Stiftung Pro Gonda untersuchte der Archäologische Dienst Graubünden 1990 zwei Ruinen, deren Grundriss dem typischen Schema der Engadiner Bauernhäuser folgt. Verschiedene Indizien sprechen für deren Gründung um 1300, Umbauten erfolgten im 14. / 15. Jahrhundert.
Schlagworte
Trachsler-Klassifikation
1.220.610 Wohnbautenkunde Schweiz (Bauernhauskunde, Bürgerhauskunde Schweiz) , 4.292.01 Berufskunde Malerei: Farbhörnchen- (oder Barbotine-)-Malerei, Tafelmalerei (auf Holz, Kupfertafeln usw.), Fassmalerei (für Holzstatuen usw.), 4 Fresko-, Sgraffito-, Leinwand-, Flach- und Dekorationsmalerei, Möbel-, Spanschachteln- (inkl. Wismuth-)Malerei,
Weitere Identifikationsnummern
FS1532 (Imdas, interne Inventarnummer des Archäologischen Dienstes) , FS66909 (Imdas, interne Inventarnummer des Archäologischen Dienstes)
Höhe (Meter über Meer)
1485
Parzellennummer
3297, 3302