Fundstellen
Munt Baselgia
Titel / Bezeichnung
Munt Baselgia
Datum
1600 v. Chr. bis 15 v. Chr.
Epoche
Bronzezeit (2200–800 v. Chr.) , Eisenzeit (800 v. Chr.–0) , Hallstattzeit (800–450 v. Chr.) , Latènezeit (450–0 v. Chr.)
Institution
Beschreibung
Im südwestlichen Teil der Gemeinde Scuol befindet sich die Anhöhe Munt Baselgia. Aufgrund eines Lesefundes und eines Flurnamens wurde bereits früh an dieser Stelle eine prähistorische Siedlung vermutet. Weswegen auch die Erweiterung des Friedhofs der Pfarrkirche San Geer archäologisch begleitet wurde. Bei Sondierungen 1964 konnte dann am Südhang der Nachweise für die Besiedlung erbracht werden, die in den folgenden drei Jahren durch das Rätische Museum ausgegraben wurde. Anlässlich der Kirchenrenovierung untersuchte dann der Archäologische Dienst Graubünden von 1968 bis 1971 verschiedene Stellen auf dem Kirchhügel. Neben mehreren Feuerstellen kamen vor allem Hinweise auf Gebäudestrukturen wie Trockenmauern, Pfostenstellungen, verkohlte Balken und Holzböden sowie Hüttenlehm zum Vorschein. Zudem wurden Terrassierungsmauern zur Ausebnung der Fläche entdeckt. Es konnten insgesamt sieben verschiedene Siedlungshorizonte von der Mittelbronzezeit bis in die jüngere Eisenzeit nachgewiesen werden. Für die ältere Eisenzeit liessen sich zudem zwei Kindergräber belegen.
Schlagworte
Weitere Identifikationsnummern
FS3099 (Imdas, interne Inventarnummer des Archäologischen Dienstes) , FS67099 (Imdas, interne Inventarnummer des Archäologischen Dienstes) , FS67101 (Imdas, interne Inventarnummer des Archäologischen Dienstes) , FS67102 (Imdas, interne Inventarnummer des Archäologischen Dienstes)
Höhe (Meter über Meer)
1199
Parzellennummer
424, 425