Fundstellen
Chischliun
Titel / Bezeichnung
Chischliun
Datum
1500 v. Chr. bis 900
Epoche
Bronzezeit (2200–800 v. Chr.) , Mittelalter (700-1500 n. Chr.)
Institution
Beschreibung
Der Hügelkopf Chischliun liegt östlich des Weilers Laits und nördlich oberhalb von Sumvitg in der Region Surselva. Die in zwei Terrassen geteilte Hügelkuppe wurde in den 1930er Jahren als mittelalterliche Wehranlage beschrieben, obwohl das Plateau erst 1940/1941 mittels Sondiergrabungen archäologisch untersucht wurde. Wenngleich die Untersuchung keine datierenden Funde ergab, interpretierte der Grabungsleiter Walo Burkart die Hügelkuppe aufgrund einer Kulturschicht und einer ungefähr 2 m mächtigen Trockenmauer als Siedlungsplatz. Der Fund einer eisernen Gürtelschnalle aus dem Frühmittelalter lieferte 1942 erstmals einen zeitlichen Hinweis. Die nächsten wissenschaftlichen Untersuchungen durch den Archäologischen Dienst Graubünden erfolgten 2006 als der bestehende Pfad zu einem rollstuhlgängigen Weg ausgebaut und dabei eine gemörtelte Mauer angeschnitten wurde. Die Grabung brachte, neben dieser Mauer, Reste einer bronzezeitlichen Besiedlung zum Vorschein. Ausserdem konnten weitere Siedlungsstrukturen (mehrere Trockenmauern und eine mögliche Zisterne), die möglicherweise frühmittelalterlich sind, dokumentiert werden.
Schlagworte
Weitere Identifikationsnummern
FS3654 (Imdas, interne Inventarnummer des Archäologischen Dienstes) , FS68545 (Imdas, interne Inventarnummer des Archäologischen Dienstes)
Höhe (Meter über Meer)
1260
Parzellennummer
1043, 4929