Fundstellen
Umbrail
Titel / Bezeichnung
Umbrail
Datum
1914 bis 1918
Epoche
Neuzeit (1500 n. Chr.-heute)
Institution
Beschreibung
Das Val Müstair ist ein Tal im äussersten Osten des Kantons Graubünden. Es wird durch den Umbrailpass mit Bormio und dem Veltlin respektive über das unweit gelegene Stilfserjoch mit dem Oberen Vinschgau verbunden. Die erste Passstrasse auf dem Umbrail wurde 1901 gebaut. Die Nähe zum Stilfserjoch verlieh dem Umbrailpass im Ersten Weltkrieg grosse Bedeutung, da die Passstrasse über das Stilfserjoch ein wichtiger und stark umkämpfter italienisch-österreichischer Grenzübergang war. Das Truppenlager, welches die Schweizer Armee im Sommer 1914 am Umbrailpass errichtete, wurde im Sommer 2013 und 2014 im Zuge der Erfassung der erhaltenen Bodendenkmäler aus der Zeit des Ersten Weltkrieges vom Archäologischen Dienst Graubünden dokumentiert. Dabei konnten die heute oberflächlich noch sichtbaren Reste der Baracken, Küchen-, Stall- und Magazinbauten, die Weganlagen, eine Soldatenstube, ein Steinbruch, ein Krankenhaus sowie sämtliche militärische Stellungen, Latrinen bzw. Abfallgruben sowie Unteroffiziers-, Wach- und Beobachtungsposten erfasst werden. Zur Grenzsicherung wurde 1914 zudem ein Schützengraben errichtet, der noch heute ca. 1,5 km lang erhalten ist. Die militärische Anlage erstreckte sich einst mindestens vom Gebiet Astras bis zum Punta di Rims sowie bis zur gegenüberliegenden Dreisprachenspitze.
Schlagworte
Abfallgruben , Baracken , Beobachtungsposten , Grenzsicherung , Grenzübergänge , Krankenhäuser , Küchenbauten , Latrinen , Magazinbauten , Militäranlagen , Passstrassen , Schweizer Armee , Schützengräben , Soldatenstuben , Stallbauten , Steinbrüche , Truppenlager , Wachposten , Weganlagen , militärische Stellungen
Weitere Identifikationsnummern
FS68377 (Imdas, interne Inventarnummer des Archäologischen Dienstes)
Höhe (Meter über Meer)
2505
Parzellennummer
1339, 1340, 1343, 1373, 1374, 1375, 1376, 1380