Fundstellen
Friedau
Titel / Bezeichnung
Friedau
Datum
ca. 4800 v. Chr.
Epoche
Jungsteinzeit (5800–2200 v. Chr.)
Institution
Beschreibung
Die Gemeinde Zizers liegt auf einem Schuttkegel am rechten Rheinufer. Auf einer nach Westen orientierten Terrasse wurden, in unmittelbarer Nachbarschaft der Burgruine Friedau, bereits im Jahr 2000/2001 archäologische Sondierungen durchgeführt. Dabei stiess man in einer Tiefe von knapp 2 m auf eine Humusschicht, in der neolithische Siedungsreste eingelagert waren. Bei Ausgrabungen 2001 und 2002 wurden in derselben Schicht zudem Gruben und Feuerstellen dokumentiert. Anhand des typischen Ritz- und Stempeldekors auf den Keramikfragmenten und den C14-Daten von verkohlten Haselnussschalen kann die nur kurz bestandene Siedlung eindeutig in die Zeit um 4800 v. Chr. datiert werden. Neben Keramik wurden vor allem Silex- und Bergkristallartefakte sowie Süsswassermuscheln geborgen. Auch Tierknochen und Geweihstücke kommen nur in geringer Zahl und stark fragmentiert vor. Im Schichtmaterial haben sich die Makroreste von angebauten und gesammelten Pflanzen konserviert. Zudem hat sich ein breites Spektrum an Mollusken erhalten. Zu diesem ansonsten typisch neolithischen Fundspektrum gehört jedoch kein einziges Steinbeil.
Schlagworte
Bergkristalle , Feuerstellen , Geweihe , Gruben , Haselnüsse , Keramik , Mollusken , Pflanzen , Radiokarbondatierungen , Silices , Steinbeile , Süsswassermuscheln , Tierknochen
Weitere Identifikationsnummern
FS4586 (Imdas, interne Inventarnummer des Archäologischen Dienstes)
Höhe (Meter über Meer)
545
Parzellennummer
325