Zwischen zwei Arten: Haussperling trifft Italiensperling in Sufers
Der Haussperling, besser bekannt als Spatz, bewohnt fast die ganze Welt – ausser Italien. Der Italiensperling wiederum lebt fast nur in Gebieten in denen Italienisch gesprochen wird. Die beiden Vögel unterscheiden sich durch ihre Scheitelfärbung, die beim Haussperling grau und beim Italiensperling kastanienbraun ist. Ansonsten gibt es kaum Unterschiede: Beide Arten sind als Kulturfolger eng an den Menschen gebunden. Nester die weiter als 100 Meter vom nächsten Gebäude entfernt sind, sind nicht bekannt.
In Graubünden zählen die Südtäler zum Verbreitungsgebiet des Italiensperlings, während in Nordbünden der Haussperling lebt. Dazwischen folgt eine Übergangszone in der mehrheitlich Haussperlinge wohnen, es aber auch immer wieder zur Hybridisierung, der Kreuzung zwischen den Arten kommt.
Der Beleg eines Hybriden zwischen Haus- und Italiensperling aus dem Rheinwald zeigt deutlich auf, dass Graubünden bis zum heutigen Tag eine Region des Übergangs ist, in dem Europas Süden auf den Norden trifft, wo nicht nur Kulturen und Sprachen einander begegnen, sondern auch die Natur sich vermischt.
In Zusammenarbeit mit dem Amt für Jagd und Fischerei Graubünden