Fondazione Garbald
Das Bergeller Paar Agostino Garbald (Zolldirektor) und seine Frau Johanna Garbald-Gredig (Hausherrin und Schriftstellerin unter dem Pseudonym Silvia Andrea) liessen Mitte des 19. Jahrhunderts im Grenzdorf Castasegna vom international renommierten Architekten Gottfried Semper ihr Familienhaus – die Villa Garbald – erbauen. Die Familie lebte ein knappes Jahrhundert darin.
1955 führten die kinderlosen Nachkommen das kulturelle und bauliche Erbe der Bergeller Familie Garbald in die von ihnen gegründete Fondazione Garbald. Nach einer Neubelebung 1997/98 besitzt und verwaltet diese nun unter anderem die Semper-Villa in Castasegna, welche in den 2000 Jahren saniert und mit einem Wohnturm «Roccolo» erweitert wurde, als auch das literarische Werk von Johanna Garbald-Gredig, alias Silvia Andrea (im Staatsarchiv Graubünden aufbewahrt), den fotografischen Nachlass von Andrea und Margherita Garbald (im Bündner Kunstmuseum aufbewahrt), die Familienbibliothek sowie die mittelalterliche Ruine Casnac.
Heute bieten die Räumlichkeiten der denkmalgeschützten, historischen Semper-Villa und des modernen Roccolo zusammen mit dem Garten einen Denk- und Arbeitsraum für Gruppen und Gremien aus Wissenschaft, Bildung, Kultur und Wirtschaft, die Ruhe, Inspiration, Konzentration und kreativen Austausch suchen. Für Retraiten und längere Studienaufenthalte von Einzelpersonen dient das 2019 subtil in den Kastanienhain gebaute Studio Cascina in unmittelbarer Nachbarschaft zur Villa Garbald. Zum speziellen «spirito» des Seminarzentrums Villa Garbald gehören kulturelle Ver-anstaltungen und eine jährlich wechselnde Kunstausstellung von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern mit Schwerpunkt Fotografie, welche in Zusammenarbeit mit dem Bündner Kunstmu-seum organisiert werden. Die Semper-Villa mit freigelegten Fresken im Stil der Illusionsmalerei, der moderne Wohnturm Roccolo und der parkartige Garten können während den Sommermonaten jeweils samstags geführt besichtigt werden.
Villa Garbald
Strada Principale 9
7608 Castasegna
Tel. +41 (0)81 838 15 15
Bibliothek: www.opac.gr.ch
Fotografischer Nachlass: https://kunstmuseum.gr.ch/de/Sammlung/sammlung-online
Schriftstellerischer Nachlass und Archiv: https://staatsarchiv-findsystem.gr.ch
Aktuelle Informationen zu den Öffnungszeiten und Führungen sind auf der Webseite der Institution ersichtlich.